Wie Influencer Karten erstellen, die Gespräche anstoßen
Grafikdesigner, Geo-Influencer und Mapcreator-Botschafter Frans van der Vleuten nutzt Karten, um Neugier in Gespräche zu verwandeln. Wir haben mit ihm über Kartendesign, Social Media und darüber gesprochen, wie Mapcreator ihm hilft, präzise, flexible und designgetriebene Karten schneller zu erstellen.

Rund um Karten gebaut, nicht um Buzzwords
Für Frans sind Karten mehr als nur eine Möglichkeit zu zeigen, wo etwas liegt. Sie sind ein Weg, Menschen neugierig zu machen.
Frans ist Grafikdesigner und Geo-Influencer und arbeitet ausschließlich an Karten und kartenbezogenen Projekten. Seine Arbeiten verbinden oft Geografie, Kultur, Humor und Wiedererkennung: genau die Art von Karten, bei denen Menschen mit dem Scrollen aufhören, ins Grübeln kommen und sofort ihre Meinung teilen wollen.
Genau deshalb funktionieren Karten online so gut. Menschen schauen sich eine Karte nicht einfach nur an. Sie verorten sich selbst darin.
„Karten geben Menschen Kontext, aber sie geben ihnen auch etwas, worauf sie reagieren können.“
Eine Karte kann dafür sorgen, dass jemand seine Heimatstadt wiedererkennt, einer regionalen Grenze widerspricht, über eine bekannte kulturelle Eigenheit lacht oder eigenes lokales Wissen ergänzt. In diesem Moment wird eine Karte mehr als nur ein Bild. Sie wird zum Gespräch.
Für Frans ist dieser Wiedererkennungseffekt ein wichtiger Teil des Kartenmachens. Seine Karten sind klar, gut lesbar und zugänglich gestaltet – dürfen aber auch spielerisch sein. Manche Themen sind mit einem Augenzwinkern zu nehmen, und Humor hilft dabei, die Karte gleichzeitig lehrreich und unterhaltsam zu machen.
Von der Idee zur Karte – und das schneller
Frans’ Kartenideen beginnen meist mit Neugier. Er liest einen Artikel, hört einen Song, bemerkt ein kulturelles Muster oder stößt auf einen Datensatz und denkt: Warum wurde das noch nie auf einer Karte dargestellt?
Vor Mapcreator war es deutlich zeitaufwendiger, aus solchen Ideen fertige Karten zu machen. Sein Workflow bestand aus einer Mischung von Vektor-Stockgrafiken und einfachen QGIS-Exporten. Als Designer ohne GIS-Hintergrund musste er oft erst technische Hürden umgehen, bevor er überhaupt zum kreativen Teil kam.
Stockgrafiken waren häufig unzuverlässig und unflexibel, und GIS-Exporte brauchten viel Nachbearbeitung, bis sie zu dem Design passten, das er im Kopf hatte. Der Prozess funktionierte, aber er war nicht ideal für jemanden, der möchte, dass jede Karte präzise, leicht bearbeitbar und visuell stark ist.
Mapcreator hat diesen Workflow verändert.
Mit Mapcreator kann Frans eine verlässliche geografische Basis viel schneller aufbauen. So bleibt ihm mehr Zeit für das, was eine Karte besonders macht: Konzept, Komposition, Farben, Labels, Styling und das endgültige Design.
Das Ergebnis ist nicht nur ein effizienterer Prozess, sondern ein besserer Ausgangspunkt. Seine Karten können präziser, professioneller und kreativ ambitionierter sein – ohne ihn in einen technischen Workflow zu zwingen, der den Designprozess ausbremst.

Designfreiheit durch Vektor-Export
Für Frans ist der Vektor-Export einer der wertvollsten Aspekte von Mapcreator.
Als Designer möchte er Kontrolle. Nicht nur über das allgemeine Erscheinungsbild der Karte, sondern über die Ebenen, Formen und Details, die das finale Design funktionieren lassen.
„Das Design soll die Karte bestimmen, nicht die Grenzen des Tools.“
Genau hier passt Mapcreator perfekt in seinen Workflow. Er kann die Karte im Tool erstellen, sie als Vektordatei exportieren und das Design anschließend in Bearbeitungsprogrammen wie Adobe Illustrator weiter verfeinern.
Das ist besonders praktisch für statische Karten, Printprojekte und aufwendig gestaltete Social-Media-Visuals. Mapcreator liefert ihm die präzise geografische Grundlage, während der Vektor-Export ihm die Freiheit gibt, danach jede Ebene und jede Form anzupassen.
Für einen Designer, der gern mit ungewöhnlichen Stilen und unerwarteten Themen experimentiert, ist diese Flexibilität unverzichtbar.

Hinter der Karte: Europa für den Druck gestalten
Für Frans ist der Vektor-Export einer der wertvollsten Aspekte von Mapcreator.
Ein Projekt begann mit einem klaren Kundenwunsch: eine aufgeräumte Karte der Europäischen Union, gestaltet für den Druck.
Der erste Schritt war das korrekte Format. Da die Karte gedruckt werden sollte, startete Frans mit einer Leinwand von 60 x 90 cm in Mapcreator. Anschließend wählte er die Globus-Projektion. Auch wenn der Rand des Globus im endgültigen Design nicht sichtbar wäre, half die Projektion dabei, die gewünschte geografische Anmutung zu erzeugen.

Nachdem er Europa auf der Leinwand positioniert hatte, baute er die Karte mit eigenen Ebenen auf. Zuerst fügte er alle Länder der Welt hinzu, um eine grüne Grundfarbe für die Nicht-EU-Staaten zu erhalten. Danach ergänzte er die Europäische Union als separaten Ländersatz in Blau.

An diesem Punkt stand die Grundstruktur der Karte bereits in Mapcreator. Das Tool half ihm, schnell die richtige Leinwand, Projektion, Geografie und Länderebenen anzulegen. Von dort konnte er in die finale Designphase übergehen.
Nach dem Export passte Frans die Länder- und Städtelabels manuell an, damit die Komposition exakt stimmte. Außerdem legte er die Wasserebenen nach oben, wodurch die Flüsse visuell stärker zur Geltung kommen. Zum Schluss fügte er den Titel in Adobe Illustrator hinzu. Das wäre auch direkt in Mapcreator möglich gewesen, aber Illustrator war für diesen letzten Designschritt die schnellste Option, weil es ohnehin Teil seiner Bearbeitungsroutine ist.
Dieses Projekt zeigt, wie Mapcreator einen professionellen Designprozess unterstützen kann, ohne den eigenen Stil des Designers zu ersetzen. Es hilft, die präzise Kartenbasis schnell zu erstellen – und lässt danach genug Raum für detaillierte kreative Kontrolle.

Mehr Raum für ambitionierte Kartenideen
Für Frans fühlt sich das Kartenmachen mit Mapcreator weniger eingeschränkt an. Statt viel Zeit mit der Vorbereitung von Basiskarten, der Suche nach passenden Stockdateien oder dem Umgehen technischer Hürden zu verbringen, startet er von einer klareren und flexibleren Grundlage.
„Mapcreator schafft Raum für ambitioniertere Ideen.“
Die Globus-Optionen und der Globus-zu-Vektor-Export sind gute Beispiele. Frans sieht die Darstellung von Ländern und Regionen auf einer Kugel als starke Möglichkeit, Geografie präzise abzubilden – und Mapcreator macht es leichter, solche Ergebnisse zu erstellen und im Design-Workflow weiterzuverwenden.
Der Großteil von Frans’ Arbeit ist weiterhin statisch, aber er freut sich darauf, animierte Karten und Videofunktionen in Mapcreator auszuprobieren. Für jemanden, der ständig mit neuen Formaten experimentiert, eröffnet das einen weiteren Weg, Geografie in Geschichten zu verwandeln. Karten können informieren, überraschen, unterhalten und Diskussionen anstoßen. Damit das gut funktioniert, brauchen sie sowohl eine starke geografische Grundlage als auch die Freiheit, visuell im Gedächtnis zu bleiben.
Genau hier treffen sich Frans’ Arbeit und Mapcreator: präzise Karten, flexible Exporte und genug kreative Kontrolle, damit Menschen zweimal hinschauen.
