Erinnerung an Rob Bieling

Eine Hommage an den Gründer von Mapcreator, großartigen Unternehmenslenker, Freund und Mentor.
Rob Bieling ist am 9. Dezember 2021 völlig unerwartet verstorben und viel zu früh aus dem Leben seiner geliebten Frau Liesbeth und seiner vier Kinder gerissen worden. Sein Vermächtnis lebt in allem weiter, was wir bei Mapcreator erreichen. Es vergeht kein Moment, in dem uns nicht unser Vorbild als Führungspersönlichkeit fehlt, ein Freund zum Reden, ein Tischkicker-Mitspieler zum Spielen.

Schwarz-Weiß-Porträt von Rob Bieling

Komm mit uns ein Stück zurück in der Zeit und erinnere dich gemeinsam mit uns
an unseren lieben Kollegen …

portrait of rob bieling playing guitar

Montagmorgen, unsere Kolleginnen und Kollegen starten gerade in die neue Woche. Die Gespräche und das Austauschen über das vergangene Wochenende werden langsam leiser, als plötzlich ein paar Töne vom „Balkon“ herüberklingen. Rob hat sich seine Gitarre geschnappt und lässt, ganz in Gedanken versunken, die Finger über die leicht verstimmte, alte Gitarre tanzen.

Du konntest dich zu ihm setzen und mit ihm fachsimpeln, bei einem „koffie-tea“ (einem von Robs ganz eigenen Getränken – ein Kaffee, so stark verdünnt, dass er fast schon als Tee durchging), und dabei seine Gesellschaft und die Aussicht aus dem 6. Stock genießen.

Hat er dich einmal mit nach oben genommen? Neue Mitarbeiter und viele Kunden führte er gerne durch unser Büro und danach noch in den 7. und 9. Stock, zu den Schwesterunternehmen von Mapcreator. Mit einem breiten Lächeln im Gesicht konntest du den Stolz in seinen Augen deutlich sehen, wenn er erzählte, wie alles begann. Dann holte er ein tausend Seiten dickes Buch voller Karten hervor. Wenn er es auf den Tisch fallen ließ, wollte man am liebsten gleich den Staub mit aushusten, der dabei aufwirbelte.

Rob Bieling mit Anteilseignern am Tisch

Als jemand, der digitale Entwicklungen früh aufgegriffen hat und immer die neuesten Apple-Produkte zur Hand hatte, wäre es töricht gewesen zu glauben, dass die Autoatlanten, die Falk früher produzierte, Bestand haben würden. Mit einer Vision für ein Nischenprodukt, seinen Freunden und Geschäftspartnern Peter und Martin an seiner Seite und einem Team aus ebenso begeisterten Kartenfans schmiedeten sie Pläne, um mit einem modernen Mapping-Tool, verlässlicher Partner für Zeitungen zu werden.  

Bei der Entwicklung immer vorne mit dabei, um den manuellen Prozess der Kartenerstellung in eine moderne digitale Arbeitsweise zu überführen, erinnerte er sein Team immer wieder daran, wie wichtig es ist, zurückzublicken: darauf, woher du kommst, was du erreicht und gelernt hast – und gleichzeitig mit Vorfreude nach vorn auf das zu schauen, was als Nächstes kommt. 

Ich hoffe, es spendet etwas Trost zu wissen, dass Robs Vermächtnis lange in unserem Gedächtnis sein wird. Seine Beiträge für den Journalismus und dafür, Journalistinnen und Journalisten zu helfen, Geschichten zu erzählen, haben einen bleibenden Einfluss hinterlassen, der noch lange in der Branche spürbar sein wir

— Laurie Lawrence, American City Business Journals

Schwarz-Weiß-Porträt von Rob Bieling mit einem riesigen Schneeball

Nur Hunde haben Herrchen, pflegte er zu sagen, wenn ihn jemand „Chef“ nannte. Und doch war Rob ein hervorragender Chef. Ihm lag das Team sehr am Herzen und er interessierte sich immer für deine persönliche und berufliche Entwicklung. Er war oftmals einen Schritt voraus (okay, manchmal war das auch ein bisschen nervig; seine Schritte waren riesig!), aber ohne Ausnahme immer bereit zu helfen und zu unterstützen.

„Danke, dass du meine Gummiente warst!“

Wie oft warst du schon in einer Situation, in der du jemandem einfach nur ein Problem schildern musstest – und während du es erklärt hast, hat sich das Rätsel schon von selbst gelöst? Willkommen beim Rubber-Duck-Prinzip! Bei Rob kam es tatsächlich oft vor, dass er dich als seine „Gummiente“ benutzte – und genauso gern war er auch deine Gummiente. Egal wann du ihn angerufen hast: Entweder hast du ihn in seinem Dachbodenbüro erreicht, im Fitnessstudio mit seinem Sohn oder im Auto. Kein Zeitpunkt war ungelegen für einen kurzen Austausch – mit oder ohne Ente.

Bei uns im Team ist das ein geflügeltes Wort, wenn jemand vor einem Hindernis steht. Die Ente ist inzwischen eher sinnbildlich – und wenn wir irgendwo eine Gummiente sehen, denken wir ganz sicher an eine ganz besondere Ente.

Schwarz-Weiß-Porträt von Rob Bieling bei der Arbeit
Schwarz-Weiß-Foto von Rob Bieling beim Surfen am Strand


Robs Geburtstage und das unvermeidliche Älterwerden gehörten nicht gerade zu seinen Lieblingsthemen. An einem Geburtstag schlich er sich sogar mal vom Firmenessen davon, nur um nicht daran erinnert zu werden, dass wieder ein Jahr vergangen war. Trotz seiner sehr eigenen mürrischen Art begann er irgendwann doch, die Vorteile zu schätzen, die es mit sich brachte, die Arbeit auch mal beiseitezulegen und neu gewonnene freie Zeit zu genießen.

In Wahrheit war er sehr abenteuerlustig, reiste gern und hatte weder Angst vor dem eiskalten Atlantik noch vor starkem Wind beim Kitesurfen – natürlich inklusive Tracking seiner Reisen und dem Teilen von Stopps auf Polarsteps. Wenn du mit ihm ein paar Gläser getrunken hast, erzählte er dir wahrscheinlich, dass er in jungen Jahren die Niederlande am liebsten verlassen hätte, um die USA zu erkunden. Doch mit der Liebe seines Lebens, Liesbeth, blieb er dort, wo seine Wurzeln waren: im schönen Eindhoven. Und wir alle hätten uns kein besseres Zuhause für Mapcreator vorstellen können. 

Du brauchst Musiktipps? Dann bist du hier genau richtig. Die großartige niederländische Musikszene traf Robs tiefe Liebe zur elektronischen Musik genau ins Herz.

Festivals? Da war er sofort dabei. Er wusste nicht nur, welche Festivals in der Gegend die besten waren, sondern ging natürlich auch selbst hin, um es zu beweisen. Oder kennst du sonst jemanden, der acht Geräte gleichzeitig bereitlegt, nur um Tickets für Tomorrowland zu ergattern?

Einmal sang er sogar live in einer Karaoke-Bar vor Publikum während des SND in Amsterdam – nach einem großartigen Event-Wochenende. Musik bringt Menschen zusammen, und genau das hat er gelebt.

Schwarz-Weiß-Foto von Robbert Bieling beim Karaoke

Hier ist eine Playlist mit einigen von Robs Lieblingskünstlern:

Rob Bieling bei der Arbeit hinter seinem Laptop, ein Schwarz-Weiß-Foto

Neben Karten, Musik und Reisen hatte Rob noch eine weitere große Leidenschaft: lebenslanges Lernen. Er hörte Podcasts, konnte dir die neuesten Nachrichten erklären und teilte sein Wissen und seine Erfahrung besonders gern mit der jüngeren Generation. Im Büro fandest du ihn oft tief über seinen Mac gebeugt, ganz in ein Problem vertieft. Du konntest sogar eine Weile neben ihm stehen, ohne dass er es bemerkte. Aber wenn du ihn gebraucht hast, ließ er alles sofort liegen, um dich zu unterstützen.

Zu seinem Andenken möchte Mapcreator an eine Stiftung spenden, die junge Berufstätige in Eindhoven auf ihrem Karriereweg unterstützt.

ZZZZZZSSSSSZZZZZSSS…. Drohnen waren in den letzten Jahren eines von Robs liebsten Spielzeugen. Gern probierte er seine neueste Drohne sofort gemeinsam mit seinem Sohn aus und machte den ersten Testflug. Nur waren seine Freuden manchmal das Leid seiner Kolleginnen und Kollegen.

Wenn du dachtest, du könntest die ruhige Stille eines Nachmittags im Büro genießen, hattest du wahrscheinlich vergessen, dass Robs Testflüge manchmal direkt neben deinem Ohr stattfanden. ZZZ…

Rob Bieling Schwarz-Weiß-Foto Weihnachtsmann

Er konnte in viele Rollen schlüpfen, auch dann, wenn er das Gefühl hatte, ein Problem aus einer anderen Perspektive betrachten zu müssen. Technische Lösung zu finden war sein Leben und er konnte dabei klar und verständlich kommunizieren. Vielleicht waren Programmiersprachen seine größte Leidenschaft – stolz auf die stetig wachsende Anzahl an Sprachen, in denen er programmieren konnte. Ein bisschen Dokumentation schuldet er uns allerdings noch, aber ganz in seinem Sinne werden wir das für ihn erledigen.

Rob hinterlässt große Fußstapfen. Im wörtlichen und übertragenen Sinn. 

Diese Würdigung wäre nicht vollständig, ohne Robs Liebe zum Fußball in all ihren Facetten hervorzuheben. PSV-Spiele im Stadion, Auswärtsfahrten mit dem Team oder wie er seine Ajax-Freunde aufzog, wenn PSV vorne lag!  

Oh, und wie gnadenlos er am Tischkicker Tore schießen konnte – während er es selbst nur schwer akzeptierte, wenn er mal einen Ball nicht halten konnte. Dann konnte er richtig fluchen… Noch heute hören wir sein Lachen und seine Rufe, wenn ein Match besonders spannend wird, und wir würden alles dafür geben, noch ein einziges Spiel mit ihm zu spielen.

Wann immer wir irgendwo einen Tischkicker sehen, müssen wir lächeln und denken an den besten Gegner & Teamkameraden!  

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